Ein Drehtag, 20 Clips: So holt ihr das Meiste aus eurem Videomaterial
Ein Video drehen und dann ist Schluss? Das ist teuer und verschenkt viel. Wer den Drehtag gut plant, bekommt daraus Reels für Wochen, ein Video für die Website, Anzeigen und Fotos. So arbeiten wir zum Beispiel für Deichbrise: Seit 2019 sind auf diese Weise mehr als 1.000 Ads entstanden.
Das Prinzip: einmal drehen, vielfach nutzen
Der teuerste Teil eines Videos ist der Drehtag: Anfahrt, Aufbau, Licht und die Zeit eurer Mitarbeiter. Der Schnitt ist im Vergleich günstig. Deshalb lohnt es sich, am Drehtag mehr Material zu sammeln, als ein einzelnes Video braucht, und es danach in viele Formate zu schneiden.
Was aus einem Drehtag werden kann
- Ein Imagefilm oder Recruiting-Video von 60 bis 90 Sekunden für Website und YouTube
- Reels und Stories von 10 bis 30 Sekunden, jedes mit einer eigenen Aussage
- Anzeigen-Varianten mit unterschiedlichen Einstiegen, um zu testen, was am besten läuft
- Fotos für Website, Stellenanzeigen und Social Media
- Kurze Clips als bewegte Bilder auf der Website
So plant ihr den Drehtag richtig
- Themen vorher sammelnWelche Fragen stellen eure Kunden immer wieder? Was macht euren Betrieb aus? Jede Antwort kann ein eigener Clip werden. Eine Liste mit zehn Themen reicht für den Anfang.
- Hochkant und quer mitdenkenReels brauchen 9:16, Website und YouTube 16:9. Wir drehen so, dass beides aus dem Material entstehen kann, und filmen wichtige Szenen notfalls doppelt.
- Kurze Aussagen drehenLieber zehn Antworten mit je einem Gedanken als ein langes Interview. Kurze, abgeschlossene Aussagen lassen sich später frei kombinieren.
- Viel Arbeitsalltag filmenHände bei der Arbeit, Maschinen, Kunden, das Team in der Pause. Diese Bilder füllen später jede Lücke und machen aus einer Aussage ein lebendiges Video.
- Varianten für Anzeigen einplanenBei Anzeigen zählen die ersten Sekunden. Mehrere Einstiege für dieselbe Aussage geben euch Material zum Testen.
Wie oft sollte man drehen?
Für regelmäßige Social-Media-Beiträge hat sich ein fester Rhythmus bewährt, zum Beispiel ein Drehtag pro Quartal. So bleiben die Inhalte aktuell, und ihr müsst euch nicht jede Woche neu um Content kümmern.
Kurz zusammengefasst
- Der Drehtag ist teuer, der Schnitt vergleichsweise günstig.
- Themen vorher sammeln, kurze Aussagen drehen.
- Hochkant und quer von Anfang an mitdenken.
- Ein fester Drehrhythmus spart Zeit und Nerven.