Mitarbeiter finden per Anzeige: So funktioniert Recruiting über Instagram und Facebook
Viele gute Fachkräfte suchen gerade keinen neuen Job. Sie lesen keine Stellenbörsen, aber sie scrollen jeden Tag durch Instagram und Facebook. Genau dort setzt Recruiting mit Anzeigen an: Ihr erreicht Menschen in eurer Region, die offen für einen Wechsel wären, wenn das Angebot stimmt.
Warum Stellenbörsen oft nicht reichen
Auf Stellenbörsen erreicht ihr nur Menschen, die aktiv suchen, und dort konkurriert ihr mit allen anderen Betrieben. Mit Anzeigen auf Instagram und Facebook seid ihr dort, wo die Leute ohnehin jeden Tag Zeit verbringen. So sprecht ihr auch die an, die nicht suchen, aber bei einem guten Angebot trotzdem Ja sagen würden.
Die vier Bausteine einer Recruiting-Kampagne
- Echte Bilder und VideosEuer Team, euer Arbeitsplatz, euer Alltag. Bewerber wollen sehen, wo sie landen. Ein kurzes Video mit Kollegen wirkt mehr als jedes Stockfoto.
- Eine klare BotschaftWas macht die Stelle besonders? Feste Arbeitszeiten, ein Dienstwagen, kurze Wege, ein gutes Team. Schreibt es so, wie ihr es beim Feierabendbier erzählen würdet.
- Eine einfache BewerbungKein Anschreiben, kein Lebenslauf als Pflicht. Ein paar Fragen, Name und Telefonnummer reichen für den ersten Kontakt. Je einfacher, desto mehr Bewerbungen.
- Schnelle RückmeldungWer sich bewirbt, will zügig hören, wie es weitergeht. Meldet euch innerhalb von ein, zwei Tagen. Sonst ist der gute Bewerber beim nächsten Betrieb.
Was bei Stellenanzeigen auf Meta anders ist
Meta, der Konzern hinter Instagram und Facebook, stuft Stellenanzeigen in vielen Ländern, auch in Teilen Europas, als besondere Anzeigenkategorie ein. Dann lässt sich die Zielgruppe nicht nach Alter oder Geschlecht eingrenzen, und Orte gehen nur mit einem Mindestradius. Das soll Diskriminierung verhindern. Für euch heißt das: Die richtigen Leute erreicht ihr über Bilder und Texte, nicht über Filter.
Auch die Stellenanzeige selbst muss neutral formuliert sein. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verbietet Ausschreibungen, die zum Beispiel wegen Alter oder Geschlecht benachteiligen. Deshalb steht hinter Berufsbezeichnungen meist „(m/w/d)“.
Wie viel Budget braucht man?
Das hängt von Region, Beruf und Konkurrenz ab. Für eine Pflegefachkraft in der Stadt zahlt man mehr als für eine Aushilfe auf dem Land. Wichtiger als ein großes Budget ist eine Kampagne, die nach den ersten Tagen ausgewertet und angepasst wird. Wir starten deshalb klein, schauen auf die Zahlen und erhöhen dort, wo es funktioniert.
Kurz zusammengefasst
- Anzeigen erreichen auch Leute, die gerade nicht suchen.
- Echte Bilder, klare Botschaft, einfache Bewerbung, schnelle Rückmeldung.
- Bei Stellenanzeigen sind Alters- und Geschlechtsfilter meist gesperrt.
- Klein starten, auswerten, dann ausbauen.